Polen

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Jagd in Polen

Unser östliches Nachbarland ist das beliebteste Jagdreiseland Europas. In kein anderes Land reisen jährlich mehr Jäger aus aller Welt, um im Wesentlichen auf Reh-, Rot- und Schwarzwild zu jagen. Polen hat wie wir das Reviersystem, alte Jagdtraditionen und Brauchtum. Man betreibt eine selektive Jagd und hat dank Reviergrößen von 5.000 bis 30.0000 Hektar ideale Voraussetzungen für die Hege des Schalenwildes.


Man unterscheidet zwischen sog. Clubrevieren, d.h. Jagdgenossenschaften, und Staatsrevieren. Erstere haben oftmals 80 oder mehr Mitglieder und verfügen überwiegend über die Feldreviere mit geringerem Waldanteil. Naturgemäß bieten sie daher sehr gute Rehbockjagden an. Die Staatsreviere werden von Regionaldirektionen verwaltet, die über etliche Oberförstereien verfügen. Diese verfügen über einen sehr hohen Waldanteil und bieten daher erstklassige Jagden auf Rot- und Schwarzwild an. In manchen Revieren kommt darüber hinaus auch noch Dam- und Muffelwild, sowie der Wisent vor. Niederwildjagden spielen eine untergeordnete Rolle, wenngleich es einige sehr gute Fasanen- und Wasserwildjagden gibt. Die einstmals berühmten Rebhuhnbesätze sind nur noch ausnahmsweise und regional sehr begrenzt vorzufinden.

Die Einzeljagd auf Schalenwild wird immer in der Jagdführung 1:1 ausgeübt, d.h. jeder Jäger bekommt seinen eigenen Pirschführer, der in der Regel auch für den Transport im Revier sorgt. Die Jagdführer kennen ihr Revier und das Wild genau, sind für das Ansprechen und die Versorgung des Wildes verantwortlich. Bei den bestens organisierten Drückjagden hat ein Jagdleiter die Verantwortung. Treiber, Fahrer und Hunde werden gestellt.

Polen kann man grob in fünf Regionen unterteilen, die landschaftlich und dementsprechend jagdlich sehr unterschiedlich sind: Pommern im Nordwesten, Masuren im Nordosten, die Karpaten im Südosten, das polnische Tiefland westlich und südwestlich von Warschau und Schlesien im Südwesten des Landes.

Die westlichen Regionen, Pommern, Schlesien und das polnische Tiefland sind durch intensive Land- und Forstwirtschaft geprägt. Daher gibt es einen hohen Wildstand und vor allem beim Rehwild mitunter gute Trophäen. Die Rehböcke erreichen nicht ungarisches Niveau, aber Kronen mit 250 bis 400 Gramm können je nach Revier erwartet werden. Manche Regionen, wie die um Poznan, Elblag oder Radom bringen immer wieder Böcke um 500 Gramm hervor. Rothirsche aus Pommern und Schlesien erreichen Trophäengewichte bis sieben Kilogramm, Ausnahmen bis acht Kilogramm, aber die Masse liegt im Bereich zwischen vier und sechs Kilogramm. In einigen Revieren steht auch Damwild, dessen Trophäen aber nur an etwa drei Kilogramm heranreichen. Eine Besonderheit sind die Jagden auf Muffelwild, die in Schlesien, hier dem Eulengebirge, möglich sind. Widder bis etwa siebzig Zentimeter kommen zur Strecke. Sehr gut sind in diesen Regionen auch die Drückjagden, bei denen das Schwarzwild dominiert, aber auch weibliches Rot- und Rehwild sowie Füchse bejagt werden. Die polnische Drückjagd mit sechs bis acht Treiben pro Tag hat ihren ganz besonderen Reiz. Pommersche und schlesische Reviere sind oftmals in weniger als einer Stunde bis hin zu drei Stunden ab der deutsch/polnischen Grenze erreicht.

Je weiter man nach Osten kommt, umso mehr entdeckt man das alte Polen: in Masuren dominieren große Wälder, Brüche, Brachen, klare Flüsse und blauen Seen das Landschaftsbild. Der Rehwildbestand ist etwas geringer, die Trophäenqualität beim Rotwild nimmt zu, wie auch die Chancen auf einen alten Keiler. Im Raum Allenstein und in der Augustowsker Heide fallen jedes Jahr Hirsche zwischen acht und knapp zehn Kilo Geweihgewicht. Reviere wie Goldap (Rominten) oder Czerwony Dwor (Rote Bude) haben klangvolle Namen aus der alten wie neuen Jagdliteratur.

Die polnischen Karpaten, die sog. Waldkarpaten, im südöstlichsten Zipfel des Landes erheben sich auf 1.300 Meter und sind eine fast menschenleere Region, die eine urige Jagd vor allem auf das starke Rotwild bieten.

Eine Reise nach Polen ist heute und einige Jahre nach dem EU-Beitritt für Jäger einfach geworden. Für den Grenzübertritt wird lediglich der Personalausweis benötigt und der Jäger braucht den Europäischen Feuerwaffen Pass. Immer besser ausgebaute Straßen erschließen das Land, dass sich 650km von Nord nach Süd und 680km von West nach Ost erstreckt. Die Anreise erfolgt meist per Pkw und gilt heute als sehr sicher. Alternativ kann man auch nach Danzig, Krakau oder Warschau fliegen und dort abgeholt werden.

Last not least ist auch die polnische Gastfreundschaft bemerkenswert. Die Unterbringung erfolgt meistens in sehr komfortablen reviereigenen Jagdhäusern und die Verpflegung lässt bestimmt keine Wünsche offen. Viele Polen sprechen Deutsch, Jagdgebräuche und –ethik sind dieselben wie bei uns.

Wichtig:
Insbesondere bei den Jagden auf Rot- und Schwarzwild ist die Qualität der Reviere entscheidend. Während viele Clubreviere gute Rehbockjagden anbieten können, sind es überwiegend die großen Staatsreviere, die die besten Jagden auf Hirsche und Schwarzwild anbieten. Es kann sehr beschwerlich sein, in einem 20.000 Hektar Revier auf einen der drei zum Abschuss stehenden Hirsche zu jagen, dafür aber ein einmaliges Erlebnis, die Brunft in einem Rotwildrevier zu erleben, in dem dreißig oder mehr Hirsche zur Strecke kommen, welches eben den entsprechenden Wildbestand hat. Diese Reviere arbeiten in der Regel nur mit Agenturen zusammen, die diesen umfangreichen Abschuss auch vermarkten können. Wir haben uns daher entschlossen, mit dem Jagdreiseveranstalter Limpopo Jagdreisen, Dänemark, zusammenzuarbeiten. Wir haben somit die Möglichkeit, Ihnen die wirklich besten Reviere Polens für Ihre jagdlichen Wünsche anzubieten. Für diese Reisen ist Limpopo-Jagdreisen stets der Veranstalter, alle Abrechnungen und letztlich Reiseabwicklung erfolgt über ihn. Wir von Globus Jagdreisen stehen Ihnen aber jederzeit für die Beratung und spätere Rückfragen zur Verfügung. Wir kennen alle Reviere persönlich.

Die Abrechnung
der meisten Jagden kann pauschal oder nach Preisliste erfolgen: nach Preisliste: vor der Jagd werden die Grundkosten und eine Abschussvorauszahlung berechnet. Nach der Jagd die evtl. angefallenen Nebenkosten (z.B. Einzelzimmer, Transporte) und die exakten Abschussgebühren entsprechend der Trophäengröße. Eine kleine Trophäe kostet weniger, eine große mehr. Pauschal: vor der Jagd wird zu einem Festpreis die gesamte Jagd inkl. Grundkosten und einem bestimmten Abschuss berechnet. Nach der Jagd werden lediglich diejenigen Leistungen berechnet, die nicht in der Pauschale enthalten waren. Ob größere oder kleinere Trophäe oder Strecke, der Preis bleibt gleich. Dies ist nicht zwangsläufig die günstigere Abrechnungsform, aber für die Planung des Budgets die sicherere. 

Die Preise für die einzelnen Regionen variieren etwas. Wir senden Ihnen mit dem Angebot die jeweils gültige Preisliste zu.

Beispiele für unsere Reviere finden Sie unter: Revierbeschreibungen.